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Bild eines Kachelofens

Einige Vorschläge zu individuellen Kachelöfen:

Galerie


Der Kachelofen

die gemütliche Heizung

Die Vorläufer des Kachelofens waren in den Häusern eingebaute Backöfen. Im Mittelalter wurden diese Backöfen mit ihrem Heizkörper in die sogenannte Stube verlagert. Die Feuerung erfolgte von der Küche aus, die gespeicherte Wärme wurde in den Aufenthaltsräumen abgegeben.

Ab dem 14. Jahrhundert wurden diese Öfen vornehmlich im Alpenraum eingebaut und waren anfänglich dem Adel vorbehalten. Mit der Entwicklung des Handwerks erfolgte der Einbau zunehmend auch in Häusern der einfachen Schichten. Man konnte die Standesunterschiede aber an der Einfachheit und Menge der Kacheln erkennen.

Durch die industrielle Entwicklung, Kacheln wurden zur Massenware, entwickelte sich der Kachelofen bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Standardheizung. Das zunehmende Heizen mit fossilen Brennstoffen verdrängte diese Feuerungen aber als Alleinheizung zunehmend.

Die technische Entwicklung ging aber auch am Kachelofen nicht vorbei. So kann das Handwerk heute Kachelöfen mit Heizungsunterstützung und vollautomatischen Steuerungen anbieten, die jede Heizung mit fossilen Brennstoffen ersetzen können.

Die aktuellen Kachelofen - Systeme unterscheiden wir wie folgt:

Der Grundofen ist ein Speicherofen. Der Feuerraum nimmt eine große Menge Brennholz auf. Hinter dem Feuerraum sind keramische Heizgaszüge als schwere Speichermasse angebaut. Die Heizgase durchströmen diese Speichermasse und laden somit Wände der Heizgaszüge mit Wärme auf. Ebenso werden die Wände des Feuerraum direkt durch das Feuer aufgeladen. Diese Wärme wird als langanhaltende Strahlung an den Raum abgegeben. Der Grundofen braucht einige Zeit bis er warm ist. Diese Wärme hält er aber über viele Stunden.

Der Warmluftofen besteht aus einem Heizeinsatz, mit oder ohne Sichtscheibe auf das Feuer, und einem Nachheizkasten in der Regel aus Stahl, diese Einheit wird in eine frei stehende Ofenhülle eingebaut. Von unten strömt kühlere Raumluft in diese Ofenhülle und erwärmt sich an den Außenflächen des Heizeinsatzes und des Nachheizkastens. Diese erwärmte Luft wird über Warmluftgitter wieder in den Raum geleitet. Der Warmluftofen erreicht schnell eine hohe Wärmeleistung und gibt bereits einige Minuten nach dem Anheizen seine Wärme ab. Er kühlt aber leider auch schneller wieder aus.

Der Kombiofen besteht in der Regel aus einem Heizeinsatz, wie er auch beim Warmluftofen verwendet wird, führt aber seine Abgase durch keramische Nachheizzüge, wie beim Grundofen, ab. Der Vorteil ist die schnelle Wärmeabgabe in den Raum, verbunden mit der lang anhaltenden Speicherwärme.

Der Kachelofen ist planungsintensiv und in der Montage sehr zeitaufwändig. Vor Angebotserstellung ist immer eine Ortsbesichtigung zur Ermittlung des Heizbedarfs erforderlich. Bei einem Kachelofen als Ganzhausheizung sind bereits in der Planungsphase des Gebäudes die Voraussetzungen zu schaffen. Wir beraten Sie gerne hierzu.



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